Beiträge von Leuchtender Trapezoeder

    Hast du schon Clark Ashton Smiths Werke gelesen? Beim Festa-Verlag gibt es seine gesammelten Werke sowie ein Buch mit ausgewählten Werken. Ich persönlich habe schon Band 1 der gesammelten Werke, Die Stadt der singenden Flamme, gelesen und finde den sehr empfehlenswert. Smith hat einen sehr schönen, bildhaften Schreibstil und kann auch sehr gruselig schreiben. Band 1 besteht zur Hälfte aus dem Hyperborea-Zyklus, den Lovecraft ja seinerseits in einigen Geschichten referenziert (z.B. Tsathoggua). Die machen auch einen großen Teil des neueren Buchs mit den ausgewählten Geschichten aus. Die andere Hälfte sind gemischte Kurzgeschichten. Ein bisschen Science Fiction ist auch dabei.

    Für mich ist ganz klar das allerbeste und tollste Spiel das Arkham Horror LCG (wohlgemerkt das Kartenspiel, nicht das Brettspiel) von Fantasy Flight Games. Ich bin total vernarrt darin. <3


    Ich habe im Jahr 2018 angefangen, es zu zweit mit meinem Freund zu spielen und es ist grandios. Mittlerweile habe ich viele Euros in alle bestehenden Kampagnen (große Erweiterungen + Mythos-Packs) investiert und nicht bereut.


    Abgesehen von der Spielmechanik, die mir sehr zusagt (kooperatives Deckbuilding + Rollenspiel), gefällt mir die gelungene Thematik, die die Hilflosigkeit im Angesicht des kosmischen Horrors sehr gut herüberbringt:


    Man spielt einen Ermittler mit seinen Stärken und Schwächen, abgebildet durch seine Werte und den Karten im Deck, der in irgendeine unnatürliche Geschichte hinein verwickelt wird, und muss Hinweisen nachgehen mit dem Ziel, das ultimative Grauen letztendlich abzuwenden. Realistischerweise ist das sehr schwer, denn man ist letzten Endes nur ein Mensch, und das wird auch so in der Spielmechanik abgebildet. Oft ist es gar nicht klug das Grauen direkt zu bekämpfen, sondern abzuhauen.


    Entsprechend ist es auch recht schwierig, das Spiel zu "gewinnen", wobei es auch eine Definitionssache ist, was man damit meint. Das Beste, was wir mal erreicht haben, war es, in einer Paralleldimension von Yog-Sothoth und seinen Dienern vernichtet zu werden, aber immerhin noch das Dimensionstor zu unserer Welt zu schließen, bevor Yog-Sothoth dazu kam, hindurch zu treten, und somit unserer Welt den Wahnsinn (zumindest vorerst) zu ersparen. Überlebt haben wir aber bisher nur sehr selten eine Kampagne. Meistens unterliegen wir dem Grauen oder landen für immer hinter den Türen eines Irrenhauses. Aber das macht trotzdem Spaß, weil es so typisch lovecraftig ist. :)


    Was ich auch bemerkenswert finde, ist, wie unterschiedlich und passend sich die einzelnen Kampagnen spielen. Die Dunwich-Kampagne ist eher "abenteuerhaft" gestaltet, so wie es auch die zugrunde liegende Kurzgeschichte ist. Die Carcosa-Kampagne wiederum spielt mit dem unzuverlässigen Erzähler aus Chambers' Kurzgeschichten und man weiß als Spieler nie so wirklich, ob man da wirklich gerade Monster und Kultisten bekämpft, oder doch nur unschuldige Passanten, die nur im eigenen Wahn so monströs wirken. Die anderen Kampagnen spielen sich entsprechend auch dem Thema entsprechend ganz anders, obwohl alle auf dem gleichen Regelwerk basieren.


    Ich finde das Spiel einfach einzigartig und schön. Das Einzige, was dem meiner Meinung nach noch atmosphärisch nahe kommt, sind cthuloide Pen & Papers Rollenspiele. Man kann aber auch schon viel Rollenspiel in das Arkham Horror LCG reinstecken, wenn man denn will. Wir toben uns da gerne mal schauspielerisch aus. :D


    So, damit beende ich mal diese Ode an mein Lieblingsspiel, bevor das zum Roman ausartet. Ist wahrscheinlich schon jetzt so lang, dass das kaum jemand komplett durchlesen wird, also TL;DR: Das Arkham Horror LCG ist super. :)

    Das Buch wurde ja schon erwähnt ( Leuchtender Trapezoeder sei Dank) ;

    Kleine Korrektur: Ich habe Cthulhu's Kinder erwähnt, nicht Cthulhu's Schüler. ;)


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    Das Originalbuch "The Disciples of Cthulhu" wurde in diese beiden deutschen Büchlein gesplittet.


    In Cthulhu's Kinder, was ich habe, ist die von mir erwähnte wunderbare Kurzgeschichte "Und Dunkelheit ist mein Name" von Eddy C. Bertin drin.

    Mich hat die Kurzgeschichte "Und Dunkelheit ist mein Name" (original: "Darkness, My Name Is") von Eddy C. Bertin total begeistert: richtig schön lovecraftesk und düster und mit einem krassen Plot-Twist am Ende. Absolute Leseempfehlung.


    Im deutschen Sprachraum findet man aber leider so gut wie nichts von ihm. Selbst die genannte Kurzgeschichte findet man nur in einem uralten Büchlein von Bastei-Lübbe, das man nur noch gebraucht erwerben kann. Es gibt von ihm aber eine englischsprachige Horror-Kurzgeschichtensammlung im Stil von Lovecraft namens The Whispering Horror, die ich jedoch noch nicht gelesen habe. Klingt aber vielversprechend.


    P.S.: Ich bin auch kein Fan von Stephen King... :D

    Wenn jemand mal etwas Humoristisches spielen will, kann ich auch Gibbous - A Cthulhu Adventure empfehlen. Das ist ein Point & Click Adventure á la Deponia, das sehr witzig gestaltet ist und gefühlt alle Geschichten von Lovecraft irgendwie referenziert, entweder direkt oder indirekt. Beispiel: In einer Szene lag ein Päckchen an der Tür der Bibliothek und wenn man mit dem Cursor darüber ging, war das betitelt als "Ding auf der Schwelle". Mein Freund hat nicht verstanden, warum ich darüber minutenlang gelacht habe. :D

    Ich werfe mal Amnesia - The Dark Descent in den Raum. Ich habe es nicht selbst gespielt, aber ich kenne es sehr gut aus dem Let's Play von PewDiePie. ;)


    Ich finde an dem Spiel den Plot toll: Der Protagonist Daniel erwacht in einem Schloss und hat null Erinnerungen mehr daran, was passiert ist. Er findet aber Nachrichten, die er selbst an sich selbst geschrieben hat, und hat während des Spielverlaufs wiederholt Flashbacks von bestimmten Ereignissen. Langsam baut sich so die unheimliche Vorgeschichte auf, die auch einige typisch cthuloide Elemente aufweist. ich zitiere mal aus Wikipedia:

    Wie Amnesia den Wahnsinn des Spielcharakters visuell und akustisch ausdrückt, etwa durch Schwindel und Zähneknirschen, fand ich auch bemerkenswert.


    Darkest Dungeon finde ich ansonsten auch super. Da steuert man Gruppen von Charakteren durch Dungeons eines alten Anwesens, in denen sich Unwesen befinden, teilweise direkt aus dem Cthulhu-Mythos übernommen wie etwa Tiefe Wesen und Sternengezücht.

    Die Charaktere können nicht nur gesundheitlichen Schaden nehmen, sondern auch Horror, der sie stressen, zu unkontrollierten Handlungen führen und schließlich wahnsinnig machen kann - also wie im Cthulhu-Rollenspiel. Allerdings habe ich Darkest Dungeon kennengelernt, bevor ich das Cthulhu-Rollenspiel kannte, daher war das für mich damals innovativ und beeindruckend.

    Ich habe mal die Fehlermeldung ERR_CONNECTION_REFUSED recherchiert, die ich mit Chromium bekomme. Es scheint sich um ein Problem zu handeln, dass häufig bei Chrome-Browsern und gelegentlich bei Firefox-Browsern auftritt: https://www.ionos.de/digitalgu…k/err-connection-refused/


    Es hat wohl irgendetwas mit gespeicherten Daten zu tun:

    • Auf meinem Laptop 1 ist Chromium mein Hauptbrowser und damit war ich früher schon auf dem alten Wiki. Damit geht die Weiterleitung nicht, es kommt zur Fehlermeldung. Ich habe dann Firefox installiert und es damit versucht: Klappt.
    • Auf meinem Laptop 2 ist Firefox mein Hauptbrowser und damit war ich früher schon auf dem alten Wiki. Damit geht die Weiterleitung auch nicht. Ich habe Chrome installiert und es damit versucht: Klappt.

    Ich habe allerdings noch nicht herausfinden können, was man löschen muss, damit die Weiterleitung auf einem Browser funktioniert, der das alte Wiki schon kannte. Ich habe es mit dem Cache und den Cookies versucht, aber das bringt es nicht.


    Case : Mit dem Anbieter hat das nichts zu tun. Ich bin bei O2.

    Ich habe mir die GoodReads-Beschreibungen und -Bewertungen zu den nächsten drei Büchern bzw. Autoren angesehen und ich habe nicht den Eindruck gewonnen, dass sie ins Genre des Extreme Horror wie Edward Lee fallen:

    • Southern Gods von John Hornor Jacobs soll demnach eine Mischung aus Southern Gothic, und lovecraftschen Horror sein,
    • That Which Should Not Be von Brett J. Talley wird auf GoodReads oft als eine gelungene Hommage an Lovecraft gelobt,
    • Rapture of the Deep and Other Lovecraftian Tales ist eine Kurzgeschichtensammlung von Cody Goodfellow, der ein Autor von "neo-lovecraftschen" und "bizarren" Geschichten sein soll, u.a. wird er beschrieben mit: "Goodfellow is gifted with a prose style of exceptional lyricism and evocativeness, and his narratives are infused with all the compelling readability and cumulative terror that distinguish Lovecraft's own."

    Ich finde, dass die Auswahl ganz interessant klingt. :) (Auch wenn ich mir eigentlich schon die einen oder anderen Nachdrucke älterer Werke wünschen würde, damit ich aufhören kann, sie stattdessen in Online-Auktionshäusern zu ersteigern. :D )

    Das mag vielleicht bei Dagon noch einigermaßen übersichtlich sein, aber stell dir mal den Artikel zu König in Gelb damit vor. ;)


    Ich schlage vor:

    • Titel der Begriffserklärung in Dagon umbenennen => Der alleinstehende Begriff Dagon wird dann problemlos darauf verlinkt.
    • In der Begriffserklärungsseite selbst dann die verschiedenen spezifischen Artikel auflisten und die Verlinkung hart coden (<a href=...).

    Ich hab den Vorschlag mal am Beispiel des König in Gelb umgesetzt.

    Notfalls könnte man auch auf den Begriffserklärungsseiten die spezifischen Begriffe mit den Klammern hart verlinken, wenn man mal davon ausgeht, dass die spezifischen Artikel (etwa "Dagon (Entität)") nur dort verlinkt werden und sich ihr Titel (und somit die URL) nicht mehr ändert.


    Und damit der Begriff Dagon dann zur Begriffserklärungsseite verlinkt wird, würde ich diese nicht "Dagon (Begriffserklärung)" nennen, sondern nur "Dagon". Dann sollte das alles klappen. :)

    Meiner Meinung nach ist Option 2 die sauberere Lösung.


    Dann können Dagon (Film) und Dagon (Geschichte) und Dagon (Entität) in ihre jeweiligen Kategorien gepackt werden. Ansonsten hätte man mit Option 1 doch dann in jeder betreffenden Kategorie zweimal einen Dagon-Artikel, z.B. in der Kategorie Film wären sowohl der Begriffserklärung-Artikel als auch der Film-Artikel.

    Joshi hat einen neuen Text zum Thema verfasst, der vielleicht von Interesse ist.


    Er ist im aktuellen Truth Seeker erschienen, den man downloaden kann, wie Joshi auf seinem Blog mitteilt:


    http://stjoshi.org/news.html?f…lTDLYfK0gcInx6ZKd8cOIY9cw

    Ich habe den Artikel eben durchgelesen. Für mich las sich der Artikel wie eine Verteidigungsrede, wie man sie vielleicht von Cicero kennt (Lateiner hier? ;) ). Hier mal eine Zusammenfassung des Artikels:


    Joshi argumentiert, dass Lovecrafts Ansichten anfangs stark von seiner Familie und der Kultur Neu-Englands, beide extrem konservativ, geformt seien, und er damit zu jener Zeit nicht allein stand. Ansonsten sei Lovecraft ja ein Anhänger der Wissenschaften gewesen und auch in dieser Hinsicht war die damals vorherrschende Meinung, dass es Rassenunterschiede zwischen Menschen gäbe. Dieses wissenschaftliche Paradigma habe sich erst in den 1920er Jahren langsam angefangen zu ändern und war sich noch nach Lovecrafts Tod am Weiterentwickeln.


    Lovecraft habe zwar rassistische Ansichten in ein paar Gedichten und Briefen geäußert, jedoch nur in einem sehr kleinen Bruchteil (2-3 Gedichte von insgesamt 350 Gedichten und 2-5% der Gesamt-Wörteranzahl seiner Briefe, schätzt Joshi), wodurch Joshi sagen will, dass Lovecraft viel mehr andere Dinge im Kopf hatte als Rassismus.


    Joshi warnt generell auch davor, selbst nicht zu vorurteilend mit Lovecrafts Werken umzugehen, denn man könne zwar rassistische Tendenzen in einigen seiner Werke finden, aber man könne genauso gut viele Werke ausmachen, in denen man heraus interpretieren und behaupten könne, dass Lovecraft Vorurteile gegenüber Weißen gehabt hätte. Letzten Endes sei es also eher eine Interpretationssache. Er nennt da z.B. Ratten im Gemäuer, wo weiße Menschen zu Kannibalen degenerieren, oder Das Grauen von Dunwich.


    Joshi greift dann Lovecrafts hin- und hergerissene Unterstützung für Hitler auf, die er in Briefen in 1933-1934 ausgedrückt habe und entkräftigt diese einerseits mit Lovecrafts eigentlichen politische Ansichten, die - ganz im Gegenteil - anti-rechtsextrem und anti-nazistisch waren: Nach der Wirtschaftskrise 1929 habe sich Lovecraft zu einem moderaten Sozialisten entwickelt, der heutzutage wahrscheinlich ein Anhänger Bernie Sanders gewesen wäre, und er habe keinen Sinn darin gesehen, in den USA weißen Nationalismus zu unterstützen. Weiterhin erzählt Joshi noch eine Anekdote, in der Lovecraft entsetzt gewesen sein soll, als ein Nachbar, der von einer Reise in Deutschland zurückkam, von den Grausamkeiten erzählte, die dort den Juden angetan würden. Andererseits nennt Joshi dann mehrere Beispiele für Zeitgenossen Lovecrafts, die entweder stärker mit Hitler sympathisiert hätten oder mit ihm sympathisiert hätten trotz eines Wissens um den Holocaust.


    Diese Argumentation, dass viele Zeitgenossen schlimmere rassistische Tendenzen als Lovecraft gehabt hätten, kommt später wieder, und Joshi meint, man schaue nur gerade so kritisch auf Lovecraft, weil die anderen zeitgenössischen Autoren heute weniger im Mittelpunkt stehen, und er nennt eine ganze Liste von Personen und Belege für ihren heftigeren Rassismus, etwa Edgar Allan Poe, H. G. Wells oder auch Robert E. Howard.


    Am Ende des Artikels plädiert Joshi dafür, nicht alles schwarz-weiß zu sehen und Lovecraft nicht in eine Schüssel zu werfen mit Konföderierten-Generälen und anderen Rassisten, die aktiv farbige Menschen verletzt haben und verletzen. Außerdem warnt Joshi davor, heutige moralische Standards auf Personen der Vergangenheit anzuwenden, da im Gegenzug auch wir in 50 bis 100 Jahren bezogen auf zukünftige moralische Standards nicht gut aussehen könnten. Dieses Kritisieren von diesem einen Aspekt Lovecraft sei, so Joshi in seinem Schlusssatz, letzten Endes auch eine Art Vorurteil unsererseits, das als veraltet angesehen und abgelehnt werden müsse.

    Ich verfolge seit einiger Zeit dieses Bashing hier von Edward Lee und seinem Beitrag zur Bibliothek des Schreckens und es hat mich dazu gebracht, mich zu registrieren, damit dieses arme Buch zumindest eine Pro-Stimme bekommt. ;) Denn ich selbst kannte bis vor kurzem gar nicht Edward Lee und bin auch eher "anspruchsvollerer" Literatur zugeneigt - aber dann habe ich aus Neugier die Leseprobe von Edward Lees "Die Romanze von Dunwich" gelesen, und meine erste Reaktion war: "Ach du Güte. Das ist eine Vergewaltigung von Lovecraft. Was für eine Schande!" und ich habe mich beim Lesen innerlich gekrümmt und am Ende habe ich es weggeklickt. Und eine Stunde später dachte ich immer noch über das Gelesene nach. Zwei Stunden später auch. Drei Stunden später habe ich dann die Leseprobe meinem Freund vorgelesen und dann habe ich das Abo abgeschlossen. Wir haben jetzt das Buch und finden es großartig. Da sind auch lauter Easter Eggs integriert, die man nur erkennt, wenn man viel von Lovecraft und Co. gelesen hat, z.B. Anspielungen auf gewisse Geschichten von Lovecraft und auch von August Derleth.

    Klar ist das Geschmackssache und das ist sicherlich nicht der Geschmack einer großen Mehrheit... Aber man kann dem Buch ruhig eine Chance geben, insbesondere wenn man es durch das Abo eh in den Händen hält. Vielleicht ist man dann überrascht und entdeckt, ebenso wie ich, dass man sich an solche Art Geschichten doch auf eine seltsame Art und Weise erfreuen kann. :) Wenn nicht, habe ich gesehen, dass es zur Zeit auf Ebay für Beträge verkauft wird, die auch gut und gerne gegen 100€ streben...