Lovecrafter Online – 072 – Necronomicon Pinball

Manchmal kann man nur noch staunen. So erging es mir, als ich vor einiger Zeit noch einmal einen guten Freund besuchte. Corona sei Dank konnten wir uns nur alleine treffen, was wiederum den Vorteil hatte, dass wir uns ganz ungeniert seinem Hobby widmen konnten: Gaming. Doch mein Freund interessiert sich nicht für moderne Spiele, sondern versteht sich als Retro-Gamer alter Schule. Und da er wusste, dass ich ein Faible für H. P. Lovecraft besitze, hat er ein ganz besonderes Spiel, 1996 erschienen für den SEGA Saturn, herausgesucht: Necronomicon Pinball.


Necronomicon Pinball ist ein Flipperspiel, das nur in Japan veröffentlicht wurde. Es wurde von der Spieleschmiede KaZe entwickeltund nie auf einer anderen Plattform veröffentlicht. Die CD enthält - neben den drei Originaltischen mit einem Lovecraft-Thema - auch einen aus der Feder von Dream Theatre stammenden Heavy-Metal-Soundtrack, der das Spiel untermalt. Jeder der drei Tische verfügt über vorgerenderte Grafiken.


Ich bin kein großer Experte für Flippertische, aber verglichen mit manch anderem Flipperspiel, das mir in meiner Jugend auf einer Spielkonsole begegnet ist, wirkt die Tischgestaltung realistisch. Die drei zur Verfügung stehenden Tische tragen die klangvollen Namen Arkham Asylum, Dreamlands und Cult of the Bloody Tongue. Die drei Tische weisen einen aufsteigenden Schwierigkeitsgrad auf. Während der Arkham Asylum-Tisch recht einfach ist (der Tisch verfügt zum Beispiel über einen leicht zu erspielenden 6-Ball-Multiball), fällt das Erspielen von Extras auf den anderen Tischen schon deutlich schwieriger.


Während des Spiels werden immer wieder Banner mit Benachrichtigungen angezeigt, Pfeile blinken auf dem Tisch und Objekte werden beleuchtet. Besonders "gruselig" gestalten sich die hin und wieder auftauchenden Kommentare. Obwohl das Spiel Japan offiziell nie verlassen hat, ist es in perfektem Englisch gehalten. Zu den Optionen gehört ein Zwei-Spielermodus.


Was es nicht alles gibt.